S-Bahn-Grauen

Herrje, werden die Leute immer asiger oder werde ich nur empfindlicher? Ich hatte dieses Jahr schon mehrere “Gespräche” in der S-Bahn, in denen ich meine Sitznachbarn dazu aufgefordert habe, ihre nackten Füße nicht neben mich zu legen, weil das ekelhaft ist, oder ihre nassen Schuhe vom Sitz runter zu nehmen, weil ich dort sitzen will. Alles nicht schön, aber auch keine große Sache, wenn man von der einen Durchgedrehten absieht, die mich als Nazi beschimpft hat, weil ich sie darauf aufmerksam gemacht habe, dass es ganz schön widerlich ist, wenn sie sich die ganze Zeit an den Füßen rumpult, während wir da alle eng gedrängt sitzen.

Vorgestern spielte sich nun folgende Szene ab: Es war 18 Uhr und ich stand an der S-Bahn-Station Landungsbrücken, um nach der Arbeit nach Hause zu fahren; die S1 fährt ein, gut zwei Meter neben mir öffnet sich eine Tür und ein etwa 18-jähriger Bengel pinkelt aus der Bahn auf den Bahnsteig. Schon klar, dass ich auch unter anderen Umständen kein Bedürfnis verspürt hätte, sein Geschlechtsteil zu betrachten, aber muss sowas denn echt sein? Ich hab lange genug auf dem Kiez gelebt und auch da die Kerle verflucht, die überall hingepisst haben, weil es deshalb auf dem Weg zur S-Bahn immer gestunken hat wie die Pest - aber dort geschah das nachts oder in den Morgenstunden, man sah es also meist nicht oder man ging zumindest nur *hinten* dran vorbei. Aber sozusagen noch tagsüber und dann auch noch von vorne … Bwaaääh! Irgendwann gründe ich eine Bürgerinitiative zur Einführung von stromführenden Zäunen im Umkreis von 3 km um jedes Partyviertel, die dann zumindest jeden Hauseingang umspannen.

3 Responses to “S-Bahn-Grauen”

  1. Will Says:

    Du bist doch eine Frau.
    Hinsehen.
    Loslachen.
    Brüllen: “Niedlich, gibt es den auch in groß?”

    Macht der nie wieder

    :)

  2. Loco Says:

    Volle Zustimmung zum Vorredner.

    Und: Hat die Hamburger S-Bahn nicht (wie die Pariser Metro) eine Stromschiene? Wenn er die getroffen hätte, hätt’s Grillwürstchen gegeben…

  3. Druzilla Says:

    Er hat ja nicht auf die Gleise gepinkelt, sondern auf den Bahnsteig. Und da der Selbstmörder vom Wochenende erst irgendwann später im KKH gestorben ist, obwohl er sich auf die Gleise vor einen Zug geschmissen hat, nehme ich mal an, für die Stromschienen gibt es auch ganz gute Sicherheitsmaßnahmen im Bahnhofsbereich.

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