So this is Christmas …
Freitag hatten wir Weihnachtsfeier mit der Abteilung. Der Plan war, dass wir uns um 19.30 Uhr in der Bar Ha!Ha! treffen und dann um 20 Uhr im Café Rouge unser vorbestelltes Christmas Dinner essen. So weit, so gut.
In weiser Voraussicht war mein Plan, erst um 19.40 Uhr anzukommen, da ich die einzige war, die allein kommen wollte - ich hatte schließlich keinen Bock, da allein rumzuhängen. Aber wie das in Bristol eben ist, kam mein Bus natürlich nicht, und so war ich nach einem nicht allzu gemütlichen “Spaziergang” um 19.50 Uhr da - und fand niemanden vor. Natürlich dachte ich, das Restaurant sei bestimmt weiter weg und die Anderen seien bereits aufgebrochen, also rief ich bei Miguel an, um herauszubekommen, wo das Restaurant ist. Und siehe da: Selbst mit zwanzig Minuten Verspätung war ich nicht etwa die Letzte, sondern die Erste!
Aber dann ging das Chaos erst los: Obwohl meine Chefin am Tag vorher angerufen hatte, um Bescheid zu sagen, dass eine unserer Kolleginnen krank ist und wir somit nur zu sechst kommen, und auch um zu sagen, welche Mahlzeiten damit wegfallen, hatte im Restaurant leider noch niemand davon gehört. So gab es also bei jedem Gang ordentlich Kuddlmuddl, bis alle versorgt waren, obwohl wir auch jedem der Kellner vorab wieder Bescheid gesagt haben.
Das Essen war weitgehend ganz okay, aber offen gestanden finde ich es nicht gerade professionell, wenn man bei einem lange vorbestellten (und nicht eben billigen) Essen für 6 Personen 35 Minuten auf die Getränke und sogar 50 Minuten auf den ersten Gang warten muss. Die Kellner waren freundlich, aber alle sehr verplant und sehr lahmarschig. Beim Nachtisch haben sie es erst nicht geschafft, die richtigen Sorten zu bringen, und als wir dann gesagt haben, dass wir es jezt eben so nehmen, weil wir auch die Faxen dicke hatten, kam dann kein Besteck dafür. Dass wir wegen eines Rechenfehlers für diese Leistung am Ende auch noch wissentlich 5 Pfund zuviel Trinkgeld gegeben haben, fand ich ziemlich unverständlich, aber die Anderen konnten diese Einstellung nicht teilen, also war es dann eben so.
Auf dem Rückweg hatten wir dann auch noch viel Spaß: Der Bus hatte eine Panne, der nachfolgende Bus, der 2 Minuten später da sein sollte, kam auch nicht, und so haben wir eben auf den Pannendienst gewartet. Immerhin mit einem sehr sympathischen Busfahrer, das ist ja auch nicht selbstverständlich. Muss uns übrigens extrem vertrauenswürdig gefunden haben, denn als er rausgehen musste, um mit dme Pannendienst zu reden, bat er uns, darauf achtzugeben, dass keiner von den betrunkenen Teenagern in seine Fahrerkabine einzudringen versucht ;o)
Mein Heimweg hat somit rund 75 Minuten gedauert - zu Fuß wären es vermutlich 40 gewesen … Immer wat los hier, sach ich euch!